Epilepsie-Lehrerpaket

3.2 Schulungsprogramme

Epilepsie beeinflusst, wie andere chronische Erkrankungen auch, den Lebensalltag auf lange Sicht. Deshalb muss der Umgang damit weitaus mehr umfassen als nur Diagnostik und die Verordnung von Therapien.

Aus diesem Grund wurden verschiedene Epilepsie-Schulungsprogramme für betroffene Menschen und deren Familien entwickelt, die bundesweit u. a. von den bestehenden Epilepsie-Beratungsstellen und/oder in Zusammenarbeit mit Ärzten/Kliniken angeboten werden.

famoses

(Modulares Schulungsprogramm Epilepsie für Familien)
Das Programm richtet sich an Familien mit Kindern im Alter von 8-12 Jahren und deren Eltern/Angehörige. Die Schulung vermittelt Eltern und Kindern in getrennten, parallel ablaufenden Kursen Kenntnisse über die Krankheit Epilepsie.

Ziele: Vermittlung von Wissen, Erarbeitung/Suche von Bewältigungsstrategien für den Alltag, die in jeder Familie ganz unterschiedlich aussehen können. Der Austausch mit anderen Betroffenen wird von allen als besonders ermutigend und unterstützend erlebt. Der Kinderkurs nimmt die Kinder mit auf eine virtuelle Schiffsreise, um ihre Erkrankung besser kennenzulernen. Der Elternkurs kann auch von Eltern/Angehörigen besucht werden, deren Kinder nicht teilnehmen können.

Kontakt:
MOSES- Geschäftsstelle:
E-Mail:
www.famoses.de

Flip & Flap

Dieses Programm richtet sich an Familien mit Kindern von 6-11 Jahren und Jugendlichen von 12-16 Jahren sowie deren Eltern/Angehörige. Hier werden an verschiedenen Terminen Eltern und Kinder geschult.

Schulungsinhalte der Kinder-/Jugendschulung sind u. a. Aufklärung über Epilepsie, Medikamenteneinnahme, Umgang mit Freunden und Freizeitgestaltung. In der Elternschulung werden medizinische Grundlagen und Behandlung erläutert, Strategien zur Angstbewältigung aufgezeigt und Hilfestellungen zum Umgang mit Epilepsie in der Familie gegeben. Des Weiteren wird über den Umgang damit außerhalb der Familie diskutiert sowie Empfehlungen zu erkrankungsbedingten Einschränkungen gegeben.

Begleitend zur Schulung wurde das Buch „Flip & Flap - eine Geschichte über Nervenzellen, Epilepsie und die Friedastraßen-Band“ entwickelt, das auch unabhängig von einer Teilnahme von In- teresse ist.

Kontakt:
Organisatorische Fragen zur Schulung in Lübeck:
Klinik für Kinder und Jugendmedizin
Sekretariat Sozialpädiatrisches
Zentrum und Neuropädiatrie
www.epilespieschulung.de

MOSES

(Modulares Schulungsprogramm Epilepsie)
Geeignet für Jugendliche ab 16 Jahre und ihre Angehörigen möchte diese Schulung Betroffenen helfen, „Experten“ ihrer eigenen Krankheit zu werden, diagnostische und therapeutische Maßnahmen besser kennen- und verstehen zu lernen, psychosoziale Konsequenzen aktiv zu bewältigen und das eigene Leben mit möglichst wenigen Einschränkungen zu gestalten.

Kontakt:
MOSES Geschäftsstelle
E-Mail:
www.moses-schulung.de

PEPE

(Psycho Edukatives Programm Epilepsie)
Speziell auf die Bedürfnisse behinderter Menschen ist dieses Programm zugeschnitten. Es ist für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet und stärkt die Kompetenz der Betroffenen, eigenverantwortlich mit ihrer Krankheit umzugehen. Methodisch-didaktisch berücksichtigt PEPE das eingeschränkte Aufnahmevermögen von lern- und geistig-behinderten epilepsiekranken Menschen.

Kontakt:
Bildung + Beratung Bethel
E-Mail:
www.bethel-regional.de/angebote-details/pepe-psycho-edukatives-programm-epilepsie.html